Du liebst diesen asiatischen Flair, das sanfte Rascheln der Blätter und das immergrüne, dichte Laub? Bambus ist wirklich eine fantastische Pflanze.
Damit dein Bambus aber nicht nur überlebt, sondern richtig durchstartet, gibt es ein paar Pflegekniffe, die du kennen solltest.
Egal, ob er bei dir im Gartenbeet oder im großen Kübel auf der Terrasse steht. Ich zeige dir, worauf es ankommt.

⇒ Auch interessant: Tipps für die Hortensien Pflege
Der perfekte Standort und die Wasserversorgung
Stell dir vor, dein Bambus ist wie ein Sportler an einem heißen Tag: Er braucht regelmäßig einen Schluck, aber ertrinken will er auch nicht.
Der wichtigste Punkt überhaupt ist das Gießen. Bambus mag einen gleichmäßig feuchten Boden, aber Staunässe ist sein größter Feind.
Besonders an heißen Tagen und bei frisch gepflanzten Exemplaren heißt es: Ran mit der Gießkanne! Ein guter Tipp von BALDUR-Garten ist, bei Trockenheit reichlich zu wässern.
Vergiss auch im Winter nicht das Gießen! Dein Bambus ist immergrün und verdunstet über seine Blätter weiterhin Wasser. An frostfreien Tagen solltest du ihm deshalb etwas zu trinken geben, wie Hornbach empfiehlt.
Der ideale Standort ist hell, gerne auch im Halbschatten, und windgeschützt. Das schützt die Blätter vor dem Austrocknen, wie die Experten von Bambus.de erklären.
Die richtige Ernährung: Düngen und Boden
Damit dein Bambus kräftig Halme schiebt, braucht er Nährstoffe. Im Garten reicht es, ihn etwa 1-3 Mal pro Jahr mit organischem Dünger wie Kompost zu versorgen.
Starte damit im Frühjahr, wenn das Wachstum losgeht. Der Boden sollte locker und humos sein. Ist er zu leicht, mische Kompost oder Bentonit bei.
Bei schweren, lehmigen Böden hilft Sand oder Kies, ihn durchlässiger zu machen. Diese Bodentipps findest du auch bei BALDUR-Garten.
Für Bambus im Kübel gilt: Hier ist die Nährstoffquelle begrenzt. Dünge ihn deshalb etwa 2-3 Mal im Jahr mit einem geeigneten Dünger.
Achte unbedingt auf ein ausreichend großes Gefäß und eine gute Drainageschicht, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, wie Familiengarten-Tipps rät.
In Form bleiben: Der richtige Schnitt und Jahrespflege
Ein Bambus muss nicht viel geschnitten werden, aber ein bisschen Pflege hält ihn gesund.
Du kannst vertrocknete, kranke oder einfach störende Halme vom Frühjahr bis in den Herbst hinein bodennah entfernen. So kann die Pflanze ihre ganze Kraft in die frischen, jungen Triebe stecken.
Ausführliche Infos zum Zurückschneiden findest du beim Bambuswald.
Bei Hecken oder kompakt wachsenden Sorten wie Fargesia kannst du im Frühjahr auch die Krone in Form bringen. Und ein echter Geheimtipp: Lass das abgefallene Laub einfach liegen!
Es bildet eine natürliche Mulchschicht, die den Wurzelbereich schützt und Feuchtigkeit speichert. Ein perfekter Kreislauf.
Bambus im Kübel: Die besonderen Herausforderungen

Ein Bambus im Topf ist auf deine Hilfe angewiesen. Wähle von Anfang an einen wirklich großen Kübel mindestens 60 Liter sind empfehlenswert.
Beim Gießen im Sommer gilt die Devise: Lieber seltener, aber dann so lange, bis das Wasser wirklich aus den Abzugslöchern wieder herausläuft.
So stellst du sicher, dass der ganze Wurzelballen feucht wird. Irgendwann ist jeder Topf zu klein: Alle 2 bis 5 Jahre solltest du deinen Bambus umtopfen, wenn er stark durchwurzelt ist. Mehr dazu findest du bei Pflanzen-Kölle.
Sicher durch die kalte Jahreszeit: Winterschutz für Bambus
Die größte Wintergefahr ist nicht immer die Kälte, sondern die Trockenheit in Verbindung mit Frost und Wind. Für Kübelpflanzen ist ein Winterschutz absolut wichtig.
Isoliere den Topf mit Kokosmatten oder Vlies und stelle ihn an einen windgeschützten Ort. Die Erde kannst du zusätzlich mit einer Laubschicht abdecken. Hornbach hat dazu gute Anleitungen.
Auch Gartenbambus freut sich über Schutz: Eine Mulchschicht auf der Erde hält die Feuchtigkeit.
An exponierten, sonnigen und windigen Standorten kann es sinnvoll sein, die Pflanze bei langanhaltendem Frost mit einem Vlies vor dem Austrocknen zu schützen, wie auf Bambus.de beschrieben.
