Kratzt es im Hals, pochen die Glieder und fühlst du dich, als hätte dich ein Lastwagen überrollt? Dann steckst du vielleicht mitten in einer waschechten Grippe.

Die gute Nachricht vorweg: Bei einer echten Grippe, also einer Influenza, können Hausmittel vor allem die Beschwerden lindern. Sie ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung.
Die wichtigsten Maßnahmen bleiben Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und ein wachsames Auge auf den weiteren Verlauf.
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Diese Hausmittel helfen wirklich
An erster Stelle steht etwas, das viele unterschätzen: einfach mal nichts tun. Körperliche Anstrengung, Sport und Stress solltest du komplett meiden und möglichst zu Hause bleiben.
Dein Körper braucht diese Ruhe, um mit dem Virus fertigzuwerden, ganz ähnlich wie ein Handy, das erst mal aufgeladen werden muss, bevor es wieder läuft.
Genauso wichtig ist ausreichend trinken. Wasser, Kräutertee oder Brühe eignen sich besonders gut, vor allem wenn du Fieber hast oder stark schwitzt. Zwing dich dabei aber nicht zu riesigen Mengen auf einmal, sondern trinke lieber regelmäßig kleine Schlucke.
Warme Getränke wie Salbei- oder Ingwertee können zusätzlich bei Halsbeschwerden wohltuend sein, wie auch die Stiftung Gesundheitswissen bestätigt.
Hals, Husten und verstopfte Nase gezielt beruhigen
Kratzt der Hals besonders unangenehm, hilft Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser oder Salbeitee. Die Flüssigkeit spuckst du danach einfach aus, geschluckt werden muss sie nicht.
Auch feuchte Luft oder vorsichtiges Inhalieren kann angenehm sein, allerdings solltest du bei kleinen Kindern aufpassen, denn hier besteht Verbrühungsgefahr. Ein Inhalationsgerät ist in dem Fall die sicherere Wahl.
Ein selbst gemachter Zwiebelsirup mit Honig wird traditionell gerne genutzt, wobei die Wirkung wissenschaftlich nicht sicher belegt ist, wie der NDR Ratgeber erklärt.
Bei einer verstopften Nase kann eine Nasenspülung mit geeigneter Kochsalzlösung echte Erleichterung bringen. Abschwellendes Nasenspray solltest du dagegen nur wenige Tage anwenden, damit sich deine Schleimhäute nicht daran gewöhnen.
Und bei Fieber gilt: leichte Kleidung und eine angenehme Raumtemperatur wirken oft schon Wunder. Wadenwickel kannst du einsetzen, allerdings nur, wenn Hände und Füße warm sind und du keinen Schüttelfrost hast, sonst bewirkst du eher das Gegenteil.
Diese Dinge solltest du während der Grippe besser vermeiden
Ein heißes Bad klingt verlockend, wenn dir kalt ist, doch heiße Bäder, Sauna und Alkohol belasten während einer Grippe deinen Kreislauf zusätzlich.
Das ist ungefähr so, als würdest du einem müden Marathonläufer noch einen Sprint aufbürden. Auch Rauchen solltest du in dieser Zeit unbedingt lassen, denn es reizt die Atemwege und kann deine Genesung spürbar verzögern.
Bei Kindern gilt zudem besondere Vorsicht bei der Dampfinhalation über einer Schüssel, denn hier lauert schnell die Gefahr einer Verbrühung. Greif stattdessen lieber zu sichereren Alternativen wie einem Inhalationsgerät.
Wann du unbedingt zum Arzt solltest
So gut Hausmittel auch wirken können, manche Warnsignale solltest du nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ärztlich abklären lassen solltest du die Grippe besonders bei hohem oder anhaltendem Fieber, Atemnot, Brustschmerzen, Verwirrtheit, Kreislaufproblemen oder einer starken Verschlechterung deines Zustands. Auch wenn du kaum Flüssigkeit bei dir behalten kannst, ist das ein Grund, ärztlichen Rat einzuholen.
Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen, Schwangere, Säuglinge sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sein, denn bei ihnen ist das Risiko für Komplikationen erhöht.
Die echte Influenza beginnt übrigens häufig ganz plötzlich, mit Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Husten sowie Kopf und Gliederschmerzen, wie auch die Apotheken Umschau beschreibt. Kennst du diesen plötzlichen Einbruch, weißt du sofort, dass mehr dahintersteckt als eine gewöhnliche Erkältung.
Diese Seite wurde zuletzt am 29. September 2026 geändert.
