7 Schritte zu deinem ersten Notgroschen

Ein Notgroschen ist wie ein finanzieller Airbag für dein Leben. Du hoffst, ihn nie zu brauchen, aber wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, bist du froh, vorbereitet zu sein.

Gemeint ist eine Geldreserve von meist drei bis sechs Monatsausgaben, die sicher und jederzeit verfügbar liegt, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto.

Notgroschen aufbauen
Notgroschen aufbauen

Warum genau diese Spanne sinnvoll ist, erklären unter anderem die Experten von easyCredit sehr verständlich: easycredit.de

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Das richtige Ziel für deinen Notgroschen festlegen

Bevor du sparst, brauchst du ein klares Ziel. Überlege dir, wie viele Monate du im Ernstfall finanziell überbrücken möchtest. Lebst du allein und hast einen sicheren Job, reichen oft drei Monate.

Mit Familie oder als Selbstständiger sind sechs bis zwölf Monate realistischer. Als grobe Orientierung dienen deine Lebenshaltungskosten oder dein Nettogehalt.

Gute Beispiele und Rechenansätze findest du bei beatvest: beatvest.com. Auch fragfina zeigt anschaulich, wie du deine persönliche Zielsumme bestimmst: fragfina.de

Fixkosten kennen und ehrlich rechnen

Jetzt wird es konkret. Schreib alle monatlichen Ausgaben auf: Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Strom, Internet, Mobilität und sonstige Fixkosten.

Addiere alles, um deine monatlichen Mindestkosten zu kennen. Wenn du zum Beispiel bei 1.600 Euro landest, brauchst du für drei Monate 4.800 Euro, für sechs Monate 9.600 Euro. Eine ähnliche Rechnung findest du auch bei ftd.de, dort sehr praxisnah erklärt: ftd.de

Schulden, Sparen und Investieren richtig einordnen

Vielleicht fragst du dich, ob du zuerst sparen oder Schulden abbauen solltest. Hochverzinste Konsumschulden solltest du priorisieren, denn sie fressen dein Geld schneller, als du sparen kannst.

Danach – oder parallel – baust du deinen Notgroschen auf. Größere Investments wie Aktien oder ETFs machen erst Sinn, wenn zumindest ein Grundpuffer vorhanden ist.

Warum diese Reihenfolge langfristig sinnvoll ist, wird unter anderem hier erklärt: ihre-vorsorge.de

Ein separates Konto für deinen Notgroschen nutzen

Dein Notgroschen sollte klar getrennt von deinem Girokonto liegen. Ein eigenes Tagesgeldkonto sorgt dafür, dass du nicht versehentlich an das Geld gehst.

Wichtig sind schnelle Verfügbarkeit und Einlagensicherung, nicht die höchste Rendite. Genau das wird auch bei fragfina und beatvest empfohlen, weil Sicherheit bei dieser Rücklage immer an erster Stelle steht.

Sparrate festlegen und Durchhaltevermögen beweisen

Lege fest, wie viel du monatlich realistisch zurücklegen kannst. Das können zehn Prozent deines Nettoeinkommens oder ein fester Betrag sein.

Teile deine Zielsumme durch die Sparrate, um einen groben Zeitrahmen zu bekommen. 4.500 Euro Ziel und 100 Euro im Monat bedeuten 45 Monate. Klingt lang, fühlt sich aber machbar an, wenn du weißt, dass jeder Monat zählt.

Sparen automatisieren und Geld clever nutzen

Der einfachste Weg ist Automatisierung. Richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Gehaltseingang Geld auf dein Notgroschen-Konto überweist. Dieses Prinzip „Pay yourself first“ wird von lazyinvestors besonders empfohlen: lazyinvestors.de

Zusätzlich kannst du Sonderzahlungen wie Steuererstattungen, Boni oder Geldgeschenke nutzen, um schneller voranzukommen.

Klare Regeln für den Ernstfall definieren

Ein Notgroschen ist kein Konsumtopf. Nutze ihn nur für echte Notfälle wie Jobverlust, unerwartete Reparaturen oder medizinische Ausgaben.

Prüfe mindestens einmal im Jahr, ob die Höhe noch zu deinem Leben passt. Änderungen wie Kinder, neues Einkommen oder Selbstständigkeit sollten sich auch in deiner Rücklage widerspiegeln.

Warum diese regelmäßige Anpassung wichtig ist, erklären beratungslounge und riverty sehr anschaulich: beratungslounge.de